
Etwas besser haben es da die Hunde im Tierheim von Constanta an der malerischen rumänischen Küste. Doch auch dort sind die Zustände alles andere als optimal: Bis zu 15 - auch kranke – Tiere drängen sich in einem engen Zwinger. In deutschen Tierheimen würden lediglich zwei Tiere in einer solchen Behausung leben.
Die Hygiene ist mangelhaft; es riecht nach Kot und Urin. Obwohl die engagierten Helfer mit Feuereifer bei der Sache sind, können sie sich nicht ausreichend um die Tiere kümmern. Denn es mangelt auch an Personal im Tierheim von Constanta. „Die Leute im Heim tun alles, was in ihrer Macht steht“, weiß Filmtiertrainer Dirk Lenzen, der mit seinem Freund Heinz Hutze vor Ort gewesen ist.

Doch leider stoßen die Helfer in der rumänischen Stadt immer wieder an ihre Grenzen. Es gibt keine Tiernahrung. Das Heim ist auf die Abfälle einer nahegelegenen Molkerei angewiesen. Verdorbene Sahne, Buttermilch oder Pudding sind oftmals Auslöser von Magen-Darm-Erkrankungen. Das Operations-Besteck, mit dem die beiden Tierärzte pro Tag bis zu 40 Vierbeiner sterilisieren, ist kaum noch brauchbar. Im Winter zünden die Mediziner Feuer in Fässern, um die Raumtemperatur so zu erwärmen, damit ihre Patienten überhaupt operiert werden können. Denn die Heizung im Tierheim ist schon lange nicht mehr funktionstüchtig. Aber es gibt trotz der desolaten Zustände auch Erfolge: Rund 80 Prozent der Tiere, die dort behandelt werden, überleben. Bei den restlichen 20 Prozent bleibt jedoch leider oft nur die Spritze als letzter Ausweg.