
Dirk (hoch erfreut):
„Hallo Pepper! Geht es Dir gut? Sitzt Du bequem?“
Pepper (total entspannt):
„Alles super!“
Dirk (motivierend):
„Na, dann schieß mal los! Erzähl den Menschen von Dir!“
Pepper (kurz und knapp):
„Ja, also, ich bin Pepper, der bunte Hund aus der TV-Soap „Verbotene Liebe“.
Knapp vier Jahre war ich fast täglich auf ARD zu sehen. Gerade lege ich aber eine kleine Künstlerpause ein. Bis es mich wieder in den Pfoten juckt.“
Dirk (lacht):
„Wie ich Dich kenne, wird das nicht lange dauern! Aber, es gibt doch noch viel mehr von Dir zu erzählen. Zum Beispiel wie Du Soap-Star geworden bist!“
Pepper (etwas fahrig):
Ähm, wie ich zu meinem Job gekommen bin...
Also, .... das verrät Euch im Einzelnen besser mein Trainer. Ist ja schon so lange her und wir Hunde haben ja nicht so ein gutes Gedächtnis!
Ich weiß nur noch, dass der Einstieg in die Fernsehwelt irgendwie gemeinsam war ... und so Schritt für Schritt. Ach Dirk, kannst Du das bitte erzählen?“
Dirk (amüsiert):
„Na klar, Pepper!
Der Gedanke einen Serienhund in die Soap zu etablieren, kam im Jahr 2004 auf.
Da alles vernünftig durchdacht werden musste, war ich praktisch von Anfang an mit von der Sache. Zunächst einmal musste geklärt werden, ob es aus dramaturgischer Sicht besser ist einen Welpen oder einen ausgewachsene Hund in die Soap zu integrieren und welche Rassen dafür in Fragen kommen. Weitere Faktoren wie Geschlecht, Farbe etc. spielten eine untergeordnete Rolle. Nach intensiven Gesprächen waren wir uns einig, dass es ein Australian-Shepherd-Welpe sein sollte.
Die Charaktereigenschaften dieser Rasse eignen vorzüglich für den sorgfältigen Aufbau und den Einsatz am Filmset: Der „Aussie“ braucht zum Glücklichsein eine gute Mischung aus körperlicher und geistiger Arbeit.
Nun galt es also, eine gute Welpenstube ausfindig zu machen.
Das ist schwieriger, als man denkt. Denn schon damals drohte dem Aussie die große Gefahr ein Modehund zu werden und Züchter ist halt nicht gleich Züchter. Vor diesem Hintergrund muss die Auswahl natürlich noch sorgfältiger stattfinden.
So fuhren wir also quer durchs Land, um eine gute Welpenstuben zu finden.
Fündig wurden wir schließlich an der Mosel – in der bekannten Weltmetropole „Schweich“.
Wir wurden bei den „Lollypop Aussies“ herzlich begrüßt und führten zunächst Gespräche mit den Besitzern der potenziellen Hundemutter. Selbstverständlich wollten sie genau wissen, wie der Alltag eines zukünftigen Hundestars aussehen würde, wer für sein Wohlergehen sorgen würde und wie das Leben nach der Serie aussieht. Zu diesem Zeitpunkt war Pepper gerade einmal fünf Tage alt.
Sehen durften wir die Welpen dann mit vier Wochen: Vorher ist die Gefahr für Welpen zu groß von Bakterien oder Keimen, die Besucher automatisch mitbringen, geschwächt zu werden. Schließlich war es dann aber soweit und wir begannen, gemeinsam mit den zukünftigen Hundebesitzern, die ebenfalls bei Verbotene Liebe tätig sind, aus 9 kleinen Plüschrackern einen auszuwählen.
Gewisse Eigenschaften kann man schon beim sehr jungen Hund ablesen: Mir war es in diesem Fall besonders wichtig, dass der Welpe aufgeschlossen, kräftig und aktiv ist.
Die Welpenstube an sich stimmte ja bereits mit unseren Vorstellungen überein: Alle Lollypop-Welpen werden bereits in den ersten Lebenswochen hervorragend geprägt und auf ihr späteres Hundeleben optimal vorbereitet. Dies war und ist natürlich eine sehr gute Grundlage für meine Arbeit. Im täglichen Umgang mit Problemhunden erlebe ich immer wieder Tiere mit „schlechter Prägung“. Diese Fehlprägung macht nicht nur den Besitzern das Leben schwer, sondern auch dem Hund.
Doch zurück zu den Lollypop-Welpen.
Pepper stolperte bereits beim ersten Kennenlernen in unsere engere Auswahl. Neun kleine Blue-Merle-Welpen auseinander zu halten, ist jedoch gar nicht so einfach. Wir konnten unseren späteren „Pepper“ nur durch sein schwarzes, rechtes Hinterbein von den anderen unterscheiden.
Also behielt er zunächst den Spitznamen „Hinten-rechts“.
Schon beim zweiten Besuch stand unser Entschluss dann endgültig fest. Doch natürlich besuchten wir die Welpen mehrfach, um auch an der Entwicklung der Wurfgeschwister teilzuhaben.
Mitte Dezember war es dann soweit: „Hinten Rechts“ konnte nach Köln umziehen. Und wurde auf den Künstlernamen „Pepper“ getauft.
Den ersten Drehtag hatte der Kleine Ende Januar: Selbstverständlich kann man bei einem so jungen Hund zunächst nur sein natürliches Verhalten nutzen.
Grundsätzlich sind die Inhalte der Drehbücher in aller Regel langfristig bekannt. So ist es mir möglich ist, die Hundedarsteller bereits im Vorfeld vor eventuell Unzumutbarem zu schützen.
Meine Aufgabe für die nächsten Wochen und Monate mit Pepper war es also, den Hund langsam zu trainieren und auszubilden und Sorge dafür zu tragen, dass er nie überfordert wird. Kurz: Dass es dem Hund rund um gut geht. Dazu gehörte auch die Teilnahme an meiner sonntäglichen Welpengruppe, in der die Hunde nicht nur lernen, sondern auch mit gleichaltrigen Vierbeinern spielen. Außerdem standen regelmäßige Trainingsstunden mit Herrchen und Frauchen und anderen Schauspielern auf dem Programm. Denn auch die Kollegen sollten lernen, wie man mit einen Hund artgerecht umgeht.
Sie alle gaben sich richtig viel Mühe. Kein Wunder, dass sich Pepper unter seinen Schauspielerkollegen so pudelwohl fühlt!
Pepper hat sich zum wahren Superhund entwickelt. Und das nicht nur am Filmset: Bereits mit 6 Monaten war er ein echter Hundekumpel, konnte Laut und Pfötchen geben, sich tot stellen, auf Kommando niedlich schauen und gelegentlich eine Sonnenbrille tragen, wenn ihm der Trubel um seine Person zu doll wurde. Stimmt’s, Pepper, oder habe ich etwas vergessen?“
Pepper (total entspannt):
„Nö. Außer vielleicht noch, dass ich angeblich wunderschön bin, für mein Leben gern esse – ich versuche immer noch mich mal heimlich in die Kantine zu schleichen – gelegentlich auch mal gern in meinem Körbchen abhänge und bei den Mädels super ankomme!
Genau deshalb würde ich mich an der Stelle jetzt auch gerne höflich verabschieden: Ich habe nämlich eigentlich schon Feierabend und will mich jetzt noch ein bisschen unter das vierbeinige Volk mischen, mal schnuppern was es so Neues gibt.
Ich danke meinen Fans und verspreche, dass ich bestimmt bald wieder im Fernsehen zu sehen bin!
Bis dahin! Kommst Du, Dirk?“
Dirk:
„Das war es von Pepper! Weitere News zur Entwicklung unseres vierbeinigen Stars gibt es auf unserer Website. Sollten Sie Fragen haben, können Sie uns gerne eine E-Mail schicken.“